Airbus droht Doskozil mit Schadenersatzforderung in Millionenhöhe

Sieben Monate nachdem Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil quasi „amtlich“ den Flugzeughersteller Airbus wegen Betrugs angezeigt hat, schlägt dieser zurück.

Airbus vertraut den Gerichten. Diese hätten ja auch in einer anderen Sache, nämlich angeblichen „schwarzen Kassen“, auf deren Existenz sich Doskozil beruft, bisher zu keinem Urteil kommen können. Wenn Airbus entlastet ist, könne sich die Republik Österreich am derzeitigen Verteidigungsminister im Rahmen der Amtshaftung schadlos halten, argumentieren die Airbus-Anwälte.

Ob Doskozil den erst festzustellenden Millionenschaden aus seinem Privatvermögen wiedergutmachen können wird, ist allerdings offen. Und es kratzt den Amtsinhaber nicht. Er wiederholte Montag die Vorwürfe der Schmiergeldzahlung und des Verdachts „auf arglistige und betrügerische Täuschung“ – ohne konkrete Beschuldigte nennen zu können (derstandard.at).

Immer wenn ein Vertreter unserer Regierung an der rauen Wirklichkeit des Rechts anstreift, immer wenn das Sein zählt und nicht nur der schöne Schein, dann decken sie sich selbst als das auf, was sie leider sind: Amateure. Und leider sind es teure Amateure, denn sollte Airbus hier tatsächlich Schadenersatz zugesprochen werden, wird dafür wieder die Republik Österreich zur Kasse gebeten werden. Kein Anstand, kein Verantwortungsbewusstsein, unser Verteidigungsminister als Sittenbild unserer Regierung.